Hormonfreie Verhütung? Gynefix!

Hallo ihr Lieben,

dieser Blogpost wird sich um eine Frage drehen, die sich wohl viele junge Frauen schon einmal gestellt haben: Hormonfreie Verhütung? Gibt es auch andere Alternativen als Kondome? Und ja, die gibt es! Eine davon möchte ich euch aufgrund eigener Erfahrungen heute vorstellen. Was das mit Beauty zu tun hat? Das folgt dann in einem weiteren Blogpost, in dem es um die Begleiterscheinungen nach dem Absetzen der Pille gehen wird.

In den letzten Monaten wurde in den Medien heftig über die Nebenwirkungen der Pille diskutiert. Vor allem Antibabypillen der neueren Generationen wurden kritisiert. Wer sich die Liste an Nebenwirkungen in der Packungsbeilage mal angeschaut hat, weiß, dass sie ellenlang ist und so manch eine Nebenwirkung hatte wohl jede von uns schon mal. Libidoverlust, Gewichtszunahme, Depressionen usw. stehen bei vielen Frauen, die die Pille nehmen, an der Tagesordnung. Viele machen sich jedoch gar keine richtigen Gedanken um ihre Gesundheit – hauptsache nicht schwanger werden.

Beschwert man sich bei seinem Frauenarzt über etwaige Nebenwirkungen, bekommt man oft einfach eine andere Pille oder weitere hormonelle Verhütungsmethoden verschrieben ohne wirklich über Inhaltsstoffe oder Nebenwirkungen informiert zu werden. Nachdem ich bereits etliche Antibabypillen durch hatte, weil ich einfach keine einzige vertrug und dann auch noch im Pillenreport 2015 negatives über meine aktuelle Pille las, wollte ich dringend eine Alternative finden – und das am Besten hormonfrei. Kondome kommen einem da als allererstes in den Sinn, sind aber wohl nicht nur mir suspekt. Reißt das Kondom mal, muss man sich um die „Pille danach“ kümmern – also wieder Hormone. Von einem Zykluscomputer hatte ich auch mal etwas gehört – klang für mich jedoch immer eher etwas kompliziert, zumal ich wusste, dass mein Zyklus alles andere als regelmäßig war. Blieb nur noch die Alternative: Gar kein Sex mehr! 😀 Aber nein, von Freunden und Bekannten wusste ich, dass es eine sogenannte Kupferkette gibt. Allerdings bereitete der Gedanke mir etwas fest einsetzen zu lassen irgendwie Angst, vor allem, da ich sonst das Gefühl hatte, dass diese Art von Verhütung gerade erst im Kommen war und es kaum Erfahrungsberichte dazu gab.

Nach dem Pillenreport 2015 gab es für mich aber keine andere Möglichkeit mehr und ich informierte mich im Internet über die Kupferkette – auch genannt Gynefix. Auf http://www.verhueten-gynefix.de gibt es einen Ärztefinder, heißt, ihr gebt dort eure PLZ ein und könnt sogar den Wunsch angeben, z.B. nur weibliche Frauenärzte rauszusuchen. Gesagt, getan. Ich vereinbarte einen Termin bei einem Frauenarzt in der Nähe und ließ mich dort beraten. Ich wurde, anders als zuvor beim Thema Pille, ausführlich beraten und mir wurde jegliche Angst genommen – bis auf die, dass die Regel stärker werden und länger dauern könnte. Mit der Aussicht von den Hormonen wegzukommen, erschien mir dies jedoch als kleineres Übel.

Einige Daten und Fakten zur Gynefix:

  • hormonfreie Verhütung
  • hohe Verhütungssicherheit – höher als bei der Pille!
  • 5 Jahre Schutz
  • beeinträchtigt die Fruchtbarkeit nicht, man kann direkt nach Entfernen schwanger werden
  • schützt natürlich nicht vor Infektionen!
  • nach Einsetzen 7 Tage auf Sex, Sport und Tampons verzichten

Wirkung:
Die Kupferabgabe schränkt die Bewegungsfähigkeit der Spermien ein, wodurch die Befruchtung des Eis verhindert wird.

Einen festen Termin für das Einsetzen brauchte ich nicht, da die Gynefix während der Regel eingesetzt werden muss. Ich konnte einfach anrufen und Bescheid sagen und dann am nächsten Tag während der Mittagspause vorbeikommen.
Durch verschiedene Erfahrungsberichte im Internet, die es mittlerweile gab, wusste ich bereits, dass Schmerzen auf mich zukommen würden, hatte dennoch gehofft, dass es bei mir nicht so sein würde. Allerdings muss ich euch an dieser Stelle enttäuschen, es waren die schlimmsten Schmerzen, die ich bisher hatte. Da das Einsetzen aber nur wenige Minuten dauerte, und ich wusste, dass ich dann erst einmal 5 Jahre Ruhe habe, biss ich die Zähne zusammen und hielt durch. Nach dem Einsetzen kann es sein, dass man etwas wackelig auf den Beinen ist, also sollte man am Besten eine Begleitperson bzw. einen Fahrer haben. Die ersten Tage spürte ich ein leichtes Ziehen im Unterleib, aber es war auf jeden Fall erträglich. Man blutet die ersten Tage nach – es ist ja auch eine Wunde. Danach kann es einige Wochen zu Schmierblutungen kommen. Bei mir gingen diese in meine Regel über, die wider Erwarten überhaupt nicht stärker war und auch nicht länger als sonst andauerte. Seit dem hatte ich auch keine Schmierblutungen mehr. Nach ca. einem Monat hatte ich dann meinen Kontrolltermin und alles lag noch dort, wo es hin gehörte. Es kann nämlich sein, dass man die Gynefix in den ersten Wochen verliert. Da es aber bei mir nicht der Fall war, bin ich auch jetzt noch sehr zufrieden.

 

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen – ich werde euch so schnell wie möglich antworten!

eurefran

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7 thoughts on “Hormonfreie Verhütung? Gynefix!

  1. Sehr informativer Beitrag! Ich nehme die Pille auch schon viele viele Jahre lang und so richtig glücklich bin ich auch nicht. Mich würde interessieren, wie viel du dafür bezahlen musstet. LG Uljana

    Gefällt mir

  2. Und immerhin hormonfrei, das ist mir das Geld auch wert.
    Habe in 2 Wochen meinen Termin zum Einsetzten. Ich habe mich für eine Behandlung ohne Betäubung entschieden und weiß noch nicht, ob ich diese Entscheidung bereue 😀

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