Auslandspraktikum in Málaga

Wer mir bei Instagram  und/oder Snapchat folgt, wird mitbekommen haben, dass ich die letzten vier Wochen in Spanien verbracht habe. Aber nicht zum Spaß, was viele dachten (aka „Woher hast du das Geld für 4 Wochen Urlaub?“), sondern um praktische Erfahrungen im Ausland zu sammeln und im besten Fall auch meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die Möglichkeit dazu ergab sich durch die Berufsschule. Nach meinem Romanistik/Anglistik Studium an der Uni Düsseldorf habe ich letztes Jahr noch eine Ausbildung zur Industriekauffrau begonnen um kaufmännische Kenntnisse in meinen CV packen zu können. Viele kennen wahrscheinlich das Erasmus Programm und dass man als Student so die Möglichkeit bekommt, im Ausland zu studieren. Seit einigen Jahren gibt es das Angebot nun auch für Auszubildende. 3-4 Wochen Praktikant in einem ausländischen Unternehmen sein, wieso nicht? Mal rauskommen aus seinem eigenen Alltag, aber dennoch etwas Sinnvolles machen und wirklich Kontakt zu den Landsleuten haben. Zudem lockte natürlich noch die Finanzspritze für den Aufenthalt. Zur Auswahl standen Norwegen, Finnland, Spanien und Frankreich. Der Norden zieht mich bis dato nicht wirklich an und einen Frankreichaustausch hatte ich bereits hinter mir. Da ich spanische Literatur und Linguistik studiert hatte, aber nie für einen längeren Zeitraum in Spanien oder Lateinamerika war, sah ich das Praktikum als die perfekte Chance an, Auslandserfahrung zu sammeln und mein Spanisch zu verbessern.

Zur Auswahl standen in Spanien dann die Städte Málaga und Sevilla. Ehrlich gesagt hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nie irgendwas von Málaga als Reiseziel gehört und kannte nur die Eis Sorte. Es hieß jedoch, dass Málaga für mich als Industriekauffrau geeigneter wäre und somit war die Entscheidung dann doch schneller gefällt als gedacht.

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Das Unternehmen, in dem ich 4 Wochen arbeiten sollte, hieß Bestseller. Sagte mir vorher überhaupt nichts. Aber wie so oft, hatte das nichts zu heißen. Zu Bestseller gehören nämlich die Marken Only, Vero Moda, Vila usw. Mein erster Tag dort? Mit aufgerissenen Augen und auf einmal krass aufnahmefähigen Hirn durch das Gebäude laufen und mich fühlen wie in einem Hollywood Streifen. Ein riesiges hochmodernes gläsernes Gebäude für gerade mal ca. 100 Mitarbeiter. Große Räume in  denen aber trotzdem gerade mal 6 Mitarbeiter saßen. Schwarze, matte Möbel und gemütliche Sitzecken mit Kaffeemaschinen an jeder Ecke. Im Untergeschoss ein großer offener Raum der zu den Fashiondays mit einem Catwalk ausgestattet wird und für jede Marke ein eigener Showroom mit den kommenden Kollektionen.

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Die Mitarbeiter? Ebenfalls gekleidet wie im Film. High Heels, hippe Kleider, sogar die Männer waren  geschmackvoll gekleidet. Nur schöne Menschen. Und dann kam ich. Ich fühlte mich wie im Kartoffelsack, obwohl ich dachte, ich hätte schon zu chique Kleidung dabei. Man könnte meinen, mehr Schein als Sein und „Ach, die waren bestimmt alle eingebildet und arrogant“. Nada. Nein. Überhaupt nicht. Ich habe noch nie so viel positive Energie in einem Unternehmen gespürt. Alle sind super gelassen, quatschen an der Kaffeemaschine und tauschen sich über den hübschen Rock der Kollegin aus. Und haben sich lieb.

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Arbeitsalltag? Gab es nicht. Es gab kaum Routineaufgaben. Neue Kollektionen bestaunen und bewerten. Fitting mit hübschen männlichen Models (meine Lieblingsaufgabe! :D) und Meetings, Meetings, Meetings. So gingen die 4 Wochen schnell rum, obwohl ich immer mindestens 9h am Tag arbeiten musste. Die Wochenenden konnte man für Ausflüge nutzen, die sich in Andalusien auch super anbieten. Trotzdem bin ich irgendwie froh, wieder in meiner langweiligen Hood zu sein. Ruhe kann doch ganz schön sein. Und Netflix & Chill sowieso. 😉

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Zum Leben in Málaga und Tipps für Restaurants/ Ausflüge werde ich in einem weiteren Artikel mehr erzählen.

Eure Fran

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