Mein Monat in Málaga

Warum ich überhaupt in Málaga war? – Hier.

Konkrete Tipps zu Restaurants etc? – Hier.

Natürlich ist es immer interessant zu wissen, wie denn das richtige Leben in einer anderen Stadt so ist. Ich hatte mir vorgenommen alles Mögliche einfach auszuprobieren und so viele Erfahrungen zu sammeln wie möglich. In Restaurants immer etwas anderes von der Speisekarte zu bestellen, jede Straße einmal entlangzulaufen und jedes Museum zu besichtigen.

Tja, das endet natürlich immer anders. Vor allem wenn man eigentlich dort ist um zu arbeiten, dann bleibt wie im normalen Leben einfach keine Zeit für all das. Obwohl ich das mit dem „jede Straße einmal entlanglaufen“ ganz gut geschafft habe – allerdings eher unfreiwillig und aufgrund von fehlendem Orientierungssinn. Die Sache mit den Museen? Das Picasso Museum inkl. Geburtshaus habe ich tatsächlich von innen gesehen. Aber auch auf den letzten Drücker, da es mir sehr unangenehm gewesen wäre, in Málaga gewesen zu sein ohne Picasso Vibes einzufangen. Jeden Tag ein neues Gericht testen? Hat die ersten Tage prima funktioniert. Dann hatte ich einfach nur noch Hunger und wollte satt und glücklich werden.

Aber fangen wir von vorne an. Gelandet am Málaga Flughafen. 20min Autofahrt bis zur Stadt. Kein Ding, wozu gibt es Taxen. Erstes Problem für Leute, die kein Spanisch können, dem Taxifahrer verklickern, wohin man möchte. Englisch ist dort nämlich nicht so weit verbreitet wie man es sonst von anderen Großstädten kennt. Und für Menschen, die meinen Spanisch zu können, kann es auch etwas ernüchternd sein. Andalusisches Spanisch ist in ungefähr so wie bayrisches Deutsch. Als Ausländer kaum zu verstehen. In Andalusien lässt man gerne mal das S und Z weg oder verschluckt gleich halbe Wörter.

anhang-3

Angekommen in der Stadt. Bars und Restaurants egal wohin man sieht. Ich habe wirklich noch nie so eine Dichte an Restaurants gesehen wie in Málaga. Und jedes ist gut besucht. Sowohl die Touristen als auch die Malagueños selbst gehen gerne abends auswärts essen. Für Vegetarier oder Veganer sieht es hier allerdings eher schlecht aus. Selbst wenn man Fleisch isst, ist die Auswahl schon eher mickrig. Fisch und Meeresfrüchte stehen auf dem Speiseplan der Andalusier. Preislich gesehen kommt ihr mit 10-20€ pro Person sehr gut weg in den meisten Restaurants.

anhang-2

Wollt ihr mitten in der Stadt unterkommen, dann packt lieber Ohrstöpsel ein. Habt ihr nicht gerade das 4 Sterne Hotel an der Plaza de la Constitución gebucht, könnt ihr euch auf eine gewaltige Lautstärke einstellen. Ja, auch nachts und ja, auch unter der Woche. Das Nachtleben beschränkt sich in Málaga nicht nur auf Freitag und Samstag. Ich habe wirklich jeden Morgen auf dem Weg zur Bushaltestelle etliche Schnapsleichen gesehen.

anhang-1

Da ich an den Wochenenden immer unterwegs war, habe ich das Nachtleben nur einmal kurz wirklich mitgemacht. Da es in Málaga jedoch erst spät in der Nacht beginnt, war ich wahrscheinlich schon wieder im Bett, bevor der richtige Trubel erst losging. Was ich alles in Andalusien unternommen habe? – schaut hier.

Wollt ihr zum Strand? Dann müsst ihr nicht unbedingt nach Torremolinos oder Cádiz fahren, Málaga bietet euch auch Strand, der sich gleich hinter dem Hafen Muelle1 befindet. Am Hafen selbst könnt ihr shoppen, essen oder eine kleine Bootsfahrt machen. Der Strand war zu keiner Zeit überfüllt, es gab immer ein freies Plätzchen. Er ist zwar nicht außerordentlich hübsch, bietet euch aber Sand, Meer und Palmen (und sogar ein paar Fitnessgeräte). Das Wetter war selbst Mitte Oktober wirklich noch sehr gut geeignet um sich am Strand zu sonnen und im Meer baden zu gehen. Mitte September waren es noch bis zu 30 Grad heiß, im Oktober hielt es sich beständig bei 25 Grad. Allerdings war es morgens und abends schon sehr frisch, Zwiebellook ist also angesagt. Besucht ihr am Wochenende andere Städte wie z.B. Córdoba, dann rechnet selbst im Oktober noch mit Temperaturen bis zu 35 Grad. Ich muss sagen, dass ich immer dachte, ich wäre eher für dauerhaft schönes Wetter gemacht. Nach 4 Wochen hatte ich jedoch bereits die Schnauze voll und freute mich tierisch auf den deutschen Herbst.

Auch jeden Tag auswärts essen wurde anstrengend, ich vermisste meinen Rewe und meine eigene Küche, auch wenn ich keine Sterneköchin bin. Mein Bett, meine Dusche (wer schon mal im Süden war, weiß was ich meine!) und meinen Kleiderschrank – all das wusste ich auf einmal viel mehr zu schätzen.

Zuhause ist es doch am schönsten.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Mein Monat in Málaga

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s